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Name/Titel der Maßnahme:

Pilotprojekt „Qualitätssicherung in der Versorgung nicht-deutschsprachiger PatientInnen – Videodolmetschen im Gesundheitswesen“

Schwerpunkt der Maßnahme:

Sprache, Gesundheit

Zielgruppe:

Nicht-deutschsprachige PatientInnen / medizinisches Personal

Ziel:

Ziel ist es, dem Gesundheitspersonal ein Tool zur Verfügung zu stellen, mit welchem die Behandlung von PatientInnen mit wenig bis keinen Deutschkenntnissen oder eingeschränkter verbaler Kommunikationsfähigkeit vereinfacht, professionell und qualitätsgesichert angegangen werden kann. Besonderes Augenmerk soll hier auf der Verbesserung der Arbeitssituation und des Arbeitsalltags der MitarbeiterInnen aber auch der Personen mit eingeschränkter verbaler Kommunikationsfähigkeit gelegt werden, um mehr Sicherheit (insbesondere auch rechtlicher Natur) im Umgang mit diesen meist schwierigen und heiklen Situationen und eine Verbesserung der Qualität in der Versorgung zu schaffen.

Laufzeit:

1,5 Jahre (Juli 2013 – Dezember 2014)

Kurzbeschreibung:

Die Österreichische Plattform Patientensicherheit startete gemeinsam mit dem Institut für Ethik und Recht in der Medizin, dem Bundesministerium für Gesundheit, dem Zentrum für Translationswissenschaft und dem ServiceCenter ÖGS.barrierefrei das erste österreichische Projekt zum Thema „Videodolmetschen im Gesundheitsbereich“. Im Rahmen dieses 1,5-jährigen Projekts wurde eine zentrale Stelle für Österreich geschaffen, wo für jeweils drei Sprachen (Gebärdensprache, Türkisch, BKS: bosnisch, serbisch oder kroatisch) ein speziell für den Gesundheitsbereich geschulter Dolmetscher in der Zeit von 6.00 bis 22.00 Uhr über Computer erreichbar war und videodolmetschen konnte.

Das Projekt startete im Juli 2013, der Start der Intervention „Videodolmetschen“ war mit Oktober 2013 angesetzt. Insgesamt konnten 12 Ambulanzen erfolgreich zur Dolmetscher-Zentrale zugeschalten werden und den professionellen Videodolmetsch-Service nutzen. Dabei standen DolmetscherInnen für 3 Sprachen für 16 Stunden pro Tag zur Verfügung, die technisch unkompliziert jedem Arzt/Ärztin-PatientInnengespräch per Video zugeschaltet werden konnten.

Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitstudie des Pilotprojekts wurde untersucht, inwiefern die Etablierung von Videodolmetschen einen Mehrwert für das involvierte Gesundheitspersonal, die Patientensicherheit sowie die Erhöhung der Qualität der Versorgung und in weiterer Folge auch für das Gesundheitswesen hinsichtlich langfristiger Reduzierung der Kosten bringt. Der Endbericht wird mit November 2014 erwartet.

Wurde die Maßnahme in den Regelbetrieb übernommen?

Ja

Waren/sind MigrantInnen in die Entwicklung/Umsetzung eingebunden?

Nein

Webseite:

www.plattformpatientensicherheit.at »
www.videodolmetschen.com » (SAVD Videodolmetschen GmbH)

Organisation/Träger:

Österreichische Plattform Patientensicherheit & Institut für Ethik und Recht in der Medizin, Universität Wien

Kontakt:

Mag.a Sabine Parrag

Wiss. Projektkoordination
Tel.: +43 (0)1 4277 22206
Mobil: +43 (0)664 60277 22206
sabine.parrag@univie.ac.at »

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